Aleia Juana von Horn

Die versteinerte Schererasade

Es war einmal ein Müller, der hatte drei Söhne. Seine volle Liebe steckte er den zwei ältesten. Den jüngsten Sohn namens Ludwig aber schlug und beschimpfte er und gab ihm für all die Sachen, die die älteren Söhne ausfraßen, die Schuld. Ludwigs letzte Zuflucht war seine Liebste, Schererasade. Diese hatte eine wundervolle Ausstrahlung,  war sehr hübsch, klug und ward die beste Geschichtenerzählerin weit und breit. Sie hatte nicht sonderlich viel Geld.


Schererasade liebte Ludwig über alles. Tief in ihrem Herzen gab es jedoch eine Wunde, denn sie konnte ihn nicht heiraten, weil auf ihr ein Fluch lag. Sollten sie sich küssen, würde sie zu Stein erstarren. Doch die Liebe ließ sie unvernünftig werden, so geschah es, dass sie sich küssten und sie zu Stein erstarrte. Für Ludwig brach eine Welt zusammen.


Er setzte sich traurig an einen rauschenden Bach und weinte bitterliche Tränen. Da vernahm er eine tiefe Stimme, die zu ihm sprach: „Sei nicht traurig, für deinen Schmerz gibt es eine Lösung. Du musst drei Aufgaben lösen, als erstes brauchst du die Tränen einer Meerjungfrau, dann den Samen der blauen Lilie, die nur im Tal des Riesen Orko blüht.
 
Daraufhin trägst du den Samen, ohne je ein Wort zu sagen, zu der versteinerten  Schererasade. Pflanze diesen in die Erde vor ihren Füßen und begieße ihn mit den Tränen der Meerjungfrau. Nach drei Sonnenaufgängen wird sie wieder erlöst sein, aber bis dahin darf kein Wort deine Lippen verlassen.“


Frohen Mutes machte er sich auf zum Perlenmeer. Dort angekommen setzte er sich an den Strand und wartete auf den Vollmond. Als dieser aufging, fing er an, sein Lied über die traurige Geschichte seiner Liebe zu singen:
 
Meine Liebste, Schererasade,
ist zu Stein erstarrt, als ich sie küsste.
Mein Schmerz ist so groß!
Was mache ich bloß?
Brauche die Tränen
der Meerjungfrau bloß,
Damit ich die Samen der Lilie gießen kann,
Damit meine Liebste wieder lachen kann.

Die Meerjungfrauen lauschten gespannt seinem Lied und fingen vor Rührung an zu weinen. Ludwig fing ihre Tränen in einem Krug auf, bedankte sich und machte sich auf in das Tal des Riesen Orko.
Vor dem Tal des Riesen stand Ludwig auf einem Berg und erkannte, dass er erst ein Labyrinth durchqueren musste, um den Samen zu bekommen. Er war kurz vor dem Verzweifeln, aber da fiel ihm ein, was Schererasade ihm einst in einer Geschichte erzählt hatte, nämlich, dass man in einem Labyrinth immer links oder rechts herum mit einer Hand an der Wand gehen müsse.


So ging er also leise in das Labyrinth, um den Riesen nicht zu wecken. Fast angekommen bei der Lilie, hörte der Riese auf einmal auf zu schnarchen. Regungslos stand Ludwig an der Mauer des Labyrinths und summte ein Schlaflied. Als er das Schnarchen des Riesen wieder vernahm, huschte er leise in die Mitte, wo die blaue Lilie stand. Dort schüttelte er einige Samen ab und entschwand leise in Richtung Ausgang.
 

Ludwig wusste genau, ab jetzt musste er schweigen.
Im Dorf angekommen, traf er auf seine Brüder. Die fragten ihn, wo er gewesen war, doch Ludwig ging stumm an ihnen vorbei zur versteinerten Schererasade, pflanzte den Samen in die Erde, begoss ihn mit den Tränen der Meerjungfrauen und wartete drei Sonnenaufgänge zu ihren Füßen, ohne weiterhin  je ein Wort zu sprechen.


Da geschah es! Die Lilie erblühte, und Schererasade erwachte! Voller Freude über Schererasades Erlösung fielen sich die beiden Liebenden in die Arme. Der Fluch hatte seine Kraft verloren, und so stand ihrer Liebe nichts mehr im Wege. Schererasade und Ludwig verließen ihr Dorf und wurden die beliebtesten Geschichtenerzähler weit und breit.


Selbst der Vater von Ludwig fand Gefallen an den Geschichten und bereute, wie er mit Ludwig umgegangen war. Und von nun an lebten sie sorglos zusammen.

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